Darfur: Zunehmende Unübersichtlichkeit
Nachdem der VN-Sicherheitsrat Ende Juli die Entsendung von Streitkräften mit robustem Mandat in die sudanische Provinz Darfur beschlossen hatte, kam in Deutschland vorübergehend die Diskussion um eine mögliche deutsche Beteiligung an einem europäischen Engagement erneut auf. Die Entscheidung der Bundesregierung, sich vorerst nicht militärisch zu beteiligen, wurde aus den Reihen der Opposition als "politische und moralische Bankrotterklärung" bezeichnet.
Die Entscheidung der Bundesregierung erscheint angesichts der zunehmend unübersichtlicher werdenden Lage im Darfur jedoch als nachvollziehbar.
Die Rebellen, die 2004 mit der Bekämpfung der Regierung begannen und auf diese Weise den Darfur-Konflikt zur Eskalation brachten, sind zwischenzeitlich in bis zu zwei Dutzend Fraktionen zerfallen, die sich z.T. untereinander bekämpfen. Einzelne Rebellenführer wie Minni Minawi haben separate Abkommen mit der Regierung geschlossen. In den vergangenen Monaten kam es wiederholt zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen den Kräften Minawis und denen Abdel Wahid al-Nurs, einem weiteren wichtigen Rebellenführer.
Auf Seiten der arabischen Milizen, die zeitweise mit Unterstützung der sudanesischen Regierung gegen die Rebellen vorgingen, kam es in den vergangenen Wochen und Monaten ebenfalls zu Auflösungserscheinungen. Arabische Clans würden zunehmend um Land und um Einflussgebiete kämpfen. Insbesondere zwischen den Clans der Hotiya, Rizeigat, Habanniya und Salamat habe es bewaffnete Auseinandersetzungen mit mehreren hundert Toten gegeben.
Hilfsorganisationen vergleichen die Lage in der Provinz mit der in Somalia. Der Einsatz deutscher Soldaten erschiene unter diesen Bedingungen und ohne das Vorliegen unmittelbarer deutscher Interessen als unklug.
Die Entscheidung der Bundesregierung erscheint angesichts der zunehmend unübersichtlicher werdenden Lage im Darfur jedoch als nachvollziehbar.
Die Rebellen, die 2004 mit der Bekämpfung der Regierung begannen und auf diese Weise den Darfur-Konflikt zur Eskalation brachten, sind zwischenzeitlich in bis zu zwei Dutzend Fraktionen zerfallen, die sich z.T. untereinander bekämpfen. Einzelne Rebellenführer wie Minni Minawi haben separate Abkommen mit der Regierung geschlossen. In den vergangenen Monaten kam es wiederholt zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen den Kräften Minawis und denen Abdel Wahid al-Nurs, einem weiteren wichtigen Rebellenführer.
Auf Seiten der arabischen Milizen, die zeitweise mit Unterstützung der sudanesischen Regierung gegen die Rebellen vorgingen, kam es in den vergangenen Wochen und Monaten ebenfalls zu Auflösungserscheinungen. Arabische Clans würden zunehmend um Land und um Einflussgebiete kämpfen. Insbesondere zwischen den Clans der Hotiya, Rizeigat, Habanniya und Salamat habe es bewaffnete Auseinandersetzungen mit mehreren hundert Toten gegeben.
Hilfsorganisationen vergleichen die Lage in der Provinz mit der in Somalia. Der Einsatz deutscher Soldaten erschiene unter diesen Bedingungen und ohne das Vorliegen unmittelbarer deutscher Interessen als unklug.
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