Friedensbewegung: Gewalt statt Argumente
In der Vergangenheit konnte man aus den Reihen der Friedensbewegung zuweilen auch ernstzunehmende Argumente erwarten, die auf zivilisierte Art und Weise und mit Respekt vor der Meinung Anderer vorgebracht wurden. Diese Zeiten sind möglicherweise vorbei, wie ein Blick auf ein Informationsportal der Bewegung zeigt.Argumente finden sich hier nicht mehr. Vertreter anderer Meinungen werden sprachlich entmenschlicht ("Bundeswehrler"), und statt Diskussion werden Gewalt und Vandalismus propagiert. Man hält dies offenbar für lustig: Gewalt gegen Eigentum wird zur "Verschönerung", Wurfgeschosse werden zu "Weihnachtsgeschenken" und Andersdenkende werden "getortet" oder anders physisch angegriffen. Vortragsveranstaltungen werden nicht durch kritische Beiträge ergänzt, sondern schlicht gestürmt oder auf andere Weise behindert. Wird die geistlose Unterbindung von freier Debatte dadurch akzeptabler, dass die Stürmer keine Springerstiefel tragen, sondern Clownskostüme? Wie die zunehmend gewalttätigen Ausschreitungen aus dem Umfeld der Friedensbewegung (zuletzt z.B. in Heiligendamm) zeigen, sollte man das Gewaltpotential dieser sich selbst als pazifistisch darstellenden Bewegung nicht unterschätzen.
Hat man so wenig Vertrauen in die Kraft der eigenen Argumente, dass man keine mehr vorbringen will? Oder gibt es schlicht und einfach keine Argumente? Wie auch immer: Die Friedensbewegung befindet sich gegenwärtig auf einem der Tiefpunkte ihrer Geschichte.
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