Unkonventioneller Nachruf auf Benazir Bhutto
Den amerikanischen Publizist Ralph Peters hat er exakt nach Ablauf der offiziellen Trauerzeit einen eigenwilligen Nachruf auf Benazir Bhutto veröffentlicht. Man kann seine Worte als pietätlos empfinden, aber unzutreffend sind sie nicht. Sie sind auf jeden Fall gehaltvoller als die naiv-verklärenden Darstellungen des "Spiegel", der (die als Premierministerin u.a. für die Gründung der Taliban mitverantwortliche) Bhutto als "Hoffnung der islamischen Welt" bezeichnet hatte.
Man koennte argumentieren, dass Bhutto damals gegenueber den Sicherheitsbehoerden zu schwach war, und diese unabhaengig von ihrem Willen die Taliban gegruendet haben.
Aber es stimmt, dass sie zu der Zeit Premierministerin war und somit natuerlich Verantwortung trug. Und es stimmt auch, dass sie selbst nach dem letzten Anschlag auf sie (und sogar posthum) Musharraf verantwortlich machte und nicht die militanten Islamisten. Ich habe meine Zweifel, ob sie im Falle einer erneuten Amtszeit tatsaechlich gegen Islamisten vorgegangen waere.
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