Terrorismus: Die Motive des Youssef El H.
Youssef El H. ist einer der Terroristen, die im Sommer 2006 einen Anschlag auf Regionalzüge im Rheinland verüben wollten.
Im Prozess gegen ihn äußerte sich ein Zeuge nun zu seinen Motiven:
- El H. habe den Jihad gegen die USA als sein wichtigstes Ziel betrachtet
- Er habe zudem "mit dem Lebensstil in Deutschland große Probleme gehabt".
In Europa wird z.T die Position vertreten, dass man dem Gegner deutlich machen könne, dass man sich von den USA unterscheide, und dass man auf diese Weise Anschläge von Europa abwenden könne. Terroristen wie Youssef El H. sind jedoch der Ansicht, dass es nur "den Westen" gibt, der nicht nur die USA, Israel, Großbritannien und Dänemark, sondern auch Deutschland einschliesst. Pendler auf der Strecke zwischen Koblenz und Köln werden vom Gegner ebenso als legitme Ziele betrachtet wie amerikanische Soldaten im Irak. Die Distanzierung von Verbündeten ist daher kein geeigneter Weg, um Anschläge von Deutschland und Europa abzuwenden.
Was die Probeme des Terroristen "mit dem Lebensstil in Deutschland" angeht: Niemand hat ihn dazu gezwungen, nach Deutschland einzureisen und hier ein von der deutschen Bevölkerung subventioniertes Studium aufzunehmen.
Trackbacks
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9 Mar 2008
DirkGrund - über Suboptimales wrote:
Die soziale Kluft zwischen arm und reich wird tiefer. Die ungleiche Verteilung des Reichtums wird nicht zuletzt ermöglicht durch die Warenterminbörsen als auch die Wertpapierbörsen. Steigende Lebensmittelpreise, steigende Energiekosten sind zu 25% a...
Youssef El H. ist (obwohl exogen nach Deutschland eingereist) ein Prototyp des hier entstandenen indigenen "homewgrown terrrorism". Damit sind primär junge Konvertiten und Muslime gemeint, die sich als New- oder Rebornmuslim in den westlichen Gesellschaften jihadisieren und als Teil einer transnationalen Identität des "Muslim sein" jede politische Entwicklung mit Bezügen zum Islam als Angriff auf die al-Umma al-Islamiyya ansehen, die in sozologischer Hinsicht als gedachte Wir Gruppe eine neue soziale Identität anbietet, die sich vermehrt an dem Modell der medinensischen Ur-Umma und den as salaf as salih in Gestalt des Propheten und seiner Getreuen orientiert. Damit einher geht die Bereitschaft, den Jihad auch in jeden westlichen Staat auszuüben, da gegen diese Gebiete, die als Dar ul-Harb angesehen werden, der Jihad gerechtfertigt ist.
Deutschland selbst entging bisher siebenmal Anschläge auf Deutsche und in Deutschland. Und diese Gefährdungslage bleibt aus unabsehbare Zeit bestehen und wird sich noch intensivieren.
Bei der Bekämpfung sind daher auch die Muslime gefordert, die sich bisher sehr zurückhaltend geäußert haben.
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