Afghanische Abgeordnete: "Tod den Feinden des Islam"


Afghanische Parlamentsabgeordnete demonstrierten gestern in Kabul gegen die dänischen Karikaturen und das angekündigte islamkritische Video aus den Niederlanden. Dabei wurden auch Parolen wie "Tod den Feinden des Islam" gerufen.

Angesichts der einvernehmlichen Positionierung afghanischer Eliten an der Seite islamischer Extremisten und der Stärke antiwestlicher Ressentiments in der Bevölkerung kann man für die nächsten Wochen von gewalttätigen Massendemonstrationen gegen Europa im Allgemeinen und ISAF im Speziellen ausgehen.

 
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Comments

  • 5 Mar 2008 Minverva wrote:
    Sind die Abgeordneten nicht offiziell unsere Verbündeten? Warum unterstützen wir ein Land, dessen politische Elite uns den Tod wünscht? Warum riskieren wir das Leben deutscher Soldaten und investieren Milliarden? Ausbildungslager für Terroristen würde man auch aus der Luft und mit Spezialkräften treffen können. Tatsächlich haben B-52 und Spezialkräfte 2001 besser funktioniert als das ganze Nation-Building danach. Ich sehe keinen Sinn mehr im Afghanistan-Einsatz.
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  • 5 Mar 2008 Delta0219 wrote:
    Einer Quelle zufolge beteiligten sich rund 200 Abgeordnete an der Demonstration.

    http://jurist.law.pitt.edu/paperchase/2008/03/afghanistan-lawmakers-rally-against.php
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  • 5 Mar 2008 Tyrion wrote:
    In welchem Bürger eines NATO Staates wecken solche Meldungen nicht den spontanen Wunsch, die Truppen nach Hause zu holen?
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  • 6 Mar 2008 Rafael wrote:
    So wie es mir erzählt wurde, sind die NATO-Truppen in erster Linie dort, um unsere Sicherheit zu erhöhen. Und weil die "gewählte" Regierung Afghanistans nicht will, dass sie abziehen.

    Die Frage sollte also nicht sein: Mögen sie uns? Die Frage sollte sein: Nutzt es uns, dass die NATO-Truppen dort sind? Wenn es uns nutzt, dann ist eine spontane Rückholung der Truppen vielleicht nicht die beste Option.
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