CDU-Politiker unterstützt militante Islamisten im Irak


Bislang war Oskar Lafontaine der deutsche Politiker mit den fragwürdigsten sicherheitspolitischen Positionen. Er ist nun von einem Politiker der CDU an mangelnder Urteilsfähigkeit noch übertroffen worden: Jürgen Todenhöfer, der ehemalige rüstungspolitische Sprecher der CDU/CSU, hat sich offen auf die Seite militanter Islamisten im Irak gestellt

Irakische Terroristen, die in großer Zahl sich nach Frieden sehnende Iraker (="Kollaborateure") oder Angehörige der jeweils anderen ethnischen Gruppe massakrierten, bezeichnet er als "legitimen Widerstand", der für die "Freiheit des Landes" kämpfe. Wie dies in der Praxis aussieht, sieht man hier, hier, hier oder hier. Die Lobeshymnen Todenhöfers für Mörder und Terroristen sind geradezu ekelerregend.

Todenhöfer ignoriert vollkommen, dass die Masse der von ihm beklagten zivilen Opfer auf das Konto dieses "Widerstands" geht, und dass die Tötung von Zivilisten durch die von ihm so geschätzten Terroristen kein Unfall ist, sondern volle Absicht. Die Positionen Todenhöfers z.T. sind kaum noch von denen deutscher linksradikaler "Antiimperialisten" oder der Sympathisanten- und Apologetenszene militanter Islamisten zu unterscheiden. Todenhöfer scheint dies gemerkt zu haben, und versucht etwas unbeholfen, sich von Al-Qaida zu distanzieren. Man fragt sich, warum die "Frankfurter Rundschau" sich zum Abdruck von Todenhöfers wirrem Unfug zur Verfügung gestellt hat.

(Bild: Propaganda des irakischen "Widerstandes" ruft die Bevölkerung zur Einhaltung islamischen Rechts auf)

 
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Comments

  • 21 Mar 2008 Delta0219 wrote:
    Todenhöfer versucht seit einiger Zeit, latente antiwestliche Stimmungen in konservativen Teilen der deutschen Bevölkerung anzusprechen. Manche können sich mit religiösen Extremisten, die gegen den gottlosen Westen und insbesondere gegen Amerikaner und Juden kämpfen, scheinbar identifizieren. Todenhöfer ist gefährlicher als Lafontaine, denn die Mehrheit betrachtet die "Linkspartei" immer noch als linksextreme Vereinigung, während Todenhöfer scheinbar seriös daherkommt.

    Ein anderer CDU-Funktionär, der ähnlich verfährt, ist Norbert Blüm. Er ist bekannt dafür, dass er auf Veranstaltungen palästinensischer und arabischer Organisationen auftritt, auf denen in der Regel keine Abgrenzung zum militanten Spektrum erfolgt. Blüm selbst will von all dem natürlich nichts gewusst haben.
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  • 22 Mar 2008 Teniente wrote:
    Lenin hätte Gestalten wie Todenhöfer als "nützliche Idioten" bezeichnet. Die Ignoranz dieser Person tut fast schon physisch weh. "Ekel erregend" ist eine fast noch zu freundliche Beschreibung für das Verhalten dieses Kollaborateurs. Ich warte nur darauf, dass er auch in Afghanistan für ähnliche "Recherchen" aufschlägt.
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  • 22 Mar 2008 Tyrion wrote:
    Ich habe gerade Mal einfach "afghanischer Widerstand" in Google eingegeben. Und es verschlägt einem die Sprache: ein Oberstleutnant der Bundeswehr spricht von der "prekären Lage", in die uns der "afghanische Widerstand" bringt. http://www.freitag.de/2007/09/07090101.php

    "Afghanischer Widerstand" - da der Autor davor von "Kolonialkrieg" spricht, scheint er wirklich mit dem Feind zu sympathisieren. Mit dem obligatorischen abstrusen Hitler-Bush Vergleich komplettiert er dann auch noch das völlig verdrehte Weltbild.

    Wie kann es sein, dass solche Leute Verantwortung (auch über Leben und Tod) tragen?
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    1. 23 Mar 2008 Weblog SiPol wrote:
      Jürgen Rose ist für seine Äußerungen berüchtigt. An besonders schlechten Tagen bezeichnet er auch schonmal das KSK als "Todesschwadron".

      Ahnung hat er keine, was man auch daran erkennt, dass man die im Wesentlichen aus Pakistan geführten und von der afghanischen Bevölkerung auch im Süden mehrheitlich abgelehnten Aufständischen als "afghanischen Widerstand" bezeichnet.

      Seine Informationen scheint er im Wesentlichen aus dem "Neuen Deutschland" und der "Jungen Welt" zu beziehen, in deren politischem Umfeld er sich ansonsten zu bewegen scheint. Er stellt sich selbst gerne als kritischen und unangepassten Geist dar und ist in der "Friedensbewegung" sehr beliebt.
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