Geert Wilders
hat sein angekündigtes Video rechtzeitig vor den morgigen Freitagsgebeten veröffentlicht. Es zeigt Bilder von Anschlägen (begleitet von Rezitationen der Koransuren, auf welche die Täter sich berufen), Stimmen von Opfern und islamistische Predigten, in denen zur Tötung von Nichtmuslimen aufgerufen wird. Am Ende des Videos heisst es: "Die Regierung besteht darauf, dass du den Islam achtest, aber der Islam hat keine Achtung vor dir."
Hier kann man sich das Video selbst anschauen, wenn die Seite gerade nicht überlastet ist.
Das Problem bekämpfen hieße, den Islam zu bekämpfen. Die Vorstellung eines "moderaten Islam" ist eine Schimäre.
Erdogan (2007): "Diese Bezeichnungen sind sehr hässlich, es ist anstößig und eine Beleidigung unserer Religion. Es gibt keinen moderaten oder nicht-moderaten Islam. Islam ist Islam und damit hat es sich."
Daher ist für Muslime eine Unterscheidung zwischen moderaten Muslimen und Islamisten gar nicht möglich.
Erdogan sagte auch (1997): "Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten."
Man könnte argumentieren, beim Islam handle es sich nicht um eine Religion, sondern um eine Weltanschauung.
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Zunächst Kritik am Video:
- Das Video nennt die Zahl von 54.000.000 Mio. Muslimen in Europa. Das stimmt nur, wenn man Russland hinzurechnen. Ansonsten sind es bedeutend weniger.
- Es gibt ein paar Übersetzungsfehler aus dem Arabischen. Diese sind zwar nicht gravierend, werden Wilders aber mit Sicherheit vorgeworfen werden. "Din" wird z.B. mit "Recht" übersetzt, was falsch ist.
- Wilders hätte sich einen Gefallen getan, wenn er den Kontext der von ihm gezeigten Prediger etc. genannt hätte. Häufig waren es nicht randständige Extremisten, sondern Prediger des Mainstreams, die z.B. im saudischen oder palästinensischen Fernsehen übertragen wurden.
Ansonsten kann man gegen das Video kaum etwas einwenden. Wilders ruft weder zum Hass gegen alle Muslime auf, noch verdreht er Fakten. Ich finde ihn auch exzentrisch, aber das Video ist gut. Nun möchte ich von muslimischer Seite gerne hören, warum ich als "Kafir" zu bekämpfen sei, bis ich entweder konvertiere oder getötet werde. Genau das steht im Koran drin!
@Brutus:
Es gibt eine nicht unbeträchtliche Zahl von Muslimen, die mit dem Islam ähnlich umgeht wie die Mehrheit der Christen und Juden mit ihren religiösen Texten. Viele Muslime deuten ihren zentralen religiösen Text so, daß er ihre Art zu leben legitimiert. Die Kreativität kennt da keine Grenzen. Dieser Islam ist kompatibel mit westlichen Gesellschaften. Es ist vermutlich nicht der Islam, den Mohammed wollte, aber sei's drum: Er ist keine Bedrohung.
Ich behaupte aber, daß global eine Mehrheit der Muslime an einen anderen Islam glaubt. In innerislamischen Diskussionen haben zudem meist die Extremisten Oberhand, da sie sich glaubwürdig auf das berufen können, was Mohammed tatsächlich sagen wollte. Für diese Muslime ist der Islam eine umfassende Weltanschauung, die weit über das hinausgeht, was die Masse der Europäer unter Religion versteht. Ich hatte beruflich in zahlreichen Ländern von Ägpten bis Afghanistan zu tun, und überall wurde Islam von den maßgeblichen Autoritäten als Weltanschauung definiert, deren Inhalte zwangsläufig im Konflikt mit unseren Vorstellungen von Freiheit und säkularer Demokratie stehen.
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Konsequent gelebter Islam ist nicht demokratie-kompatibel, zumindest nicht mit einer Demokratie im westlichen Sinne (Pluralismus, Gleichberechtigung, Toleranz, u.v.a.). Auch teilen viele in Europa lebende Muslime unsere Werte durchaus nicht bzw. stehen ihnen eher skeptisch gegenüber. Die islamischen Staaten haben z.B. auch eine eigene Menschenrechtscharta verabschiedet, die sich von der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte unterscheidet.
Zu beachten ist auch, daß zum Islam noch die Scharia und die Hadithen gehören. Viele Muslime befürworten die Einführung der Scharia auch in Europa, zunächst nur für ihre Glaubensgruppe.
Wir mögen in Deutschland relativ Glück mit den hier lebenden Moslems haben, in Großbritannien sieht das schon ganz anders aus (wo bei Demonstrationen ganz offen Schildern geführt werden, wie z.B.: "Behead those who insult Islam").
Nicht vergessen werden darf, daß der Islam auch eine Staatsrechtslehre ist, in der mündige Bürger nicht vorgesehen sind. Der Islam stürzt sogar paradiesische Landstriche ins Chaos, ich erinnere z.B. an den Süden Thailands oder bestimmte Gebiete auf den Philippinen.
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Glückwunsch, Sie scheinen das Video als erster entdeckt zu haben! Ich bin Journalist einer überregionalen Tageszeitung und lese Ihren Blog täglich. Kompliment von meiner Seite, Sie scheinen an vielen relevanten Themen nahe dran zu sein und beurteilen diese mit klarem und realistischem Blick. Danke auch für Ihre deutlichen Worte zur Qualität der Süddeutschen ;-)
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Sie drücken sich immer so diplomatisch aus. Wie ich Ihren Worten entnehme, waren Sie auch in AFG im Einsatz. Ich selbst bin dort zu der Überzeugung gelangt, daß die Auseinandersetzung mit dem Islam die Herausforderung des 21. Jahrhunderts sein wird. Reinhard Gehlen (der müsste Ihnen etwas sagen) hat sich in der Hinsicht bereits in den 70ern sehr prophetisch geäußert, nachzulesen in "Der Dienst". Was meinen Sie?
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Zum Einsatz im Rahmen von PolBil kann man das Video hier herunterladen:
http://amd.co.at/anti/fitna/
Ansonsten bin ich gerade im Einsatz und muß an U2 denken:
"Friday, bloody Friday..."
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Ich bin beruflich im PR-Bereich (strategische Kommunikation) tätig...Ich bekunde meinen professionellen Respekt vor der Kampagne gegen das Video von Gerd Wilders. Es gehört einiges dazu, eine globale PR-Kampagne zu führen, und zwar so erfolgreich, daß auch praktisch alle westlichen Print-Publikationen sich verbal von Wilders distanzieren...Bei unseren islamistischen "Freunden" dürften in diesen Tagen die Sekt-Korken knallen, so erfolgreich ist diese Kampagne!
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Die Reaktionen auf den Film werden zu einem weiteren Prüfstein, der zeigen wird, ob sich die westlichen Gesellschaften in der von Herfried Münkler als "postheroische Mentalität" charakterisierten Geisteshaltung befinden, die jede Drohung aus der islamischen Welt mit einer weiteren Aufgabe existentieller Errungenschaften der westlichen Moderne seit 1776 und 1789 zu besänftigen versuchen. Während man diese Mentalität bei der Bekämpfung des Jihadismus bejahen kann, scheint die Waage auch in der Frage der Meinungsfreiheit zugunsten einer radikalen Ausprägung des Islam auszuschlagen, die in ihrer perfekten Inszenierung der Opferrole auf eine westliche Betroffenheitskultur trifft, die jede Entwicklung der islamischen Welt in den Kreuzzügen und dem Imperialmismus verortet.
Hier kann es aber nicht um die Befindlichkeiten einer religiös-politischen Gruppe gehen, die sich in den westlichen Gesellschaften mit der Einforderung "islamspezifischer Rechte" zur angeblichen Integration hervortut, in Wahrheit aber solche (zu erwartenden) gewalttätigen und gelenkten Proteste begrüßt, um jede Islamkritik mit dem Hinweis auf die Verletzung "religiöser Gefühle" und den daraus resultierenden Folgen zu unterbinden.
Um nichts anderes wird es in Zukunft gehen. Um die Frage, ob und wie man den Islam noch kritisieren darf.
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@Thomas:
Sie sagen es. Ich bin nicht bereit, mich von irgendeiner weltanschaulichen Gemeinschaft in meiner Meinungsfreiheit einschränken zu lassen. Wenn es Katholiken wären, die sich generell von jeder Kritik beleidigt fühlten, hätte der Spiegel dem schon eine Titelgeschichte mit eindeutiger Tendenz gewidmet. Muslime scheinen aber in unserer Gesellschaft immer noch eine Sonderrolle zu geniessen. Ich bin bekennender Atheist und bin es leid, auf irgendwelche übernatürlich legitimierten "religiösen Gefühle" Rückscht nehmen zu sollen. Ich erwarte nun gespannt die Reaktion der Islamvertreter in Deutschland.
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Freitags ist traditionell "Low Ops". Ich hoffe immer noch auf einen ruhigen Tag! Die Karikaturen bzw. das Video sind auch in MeS ein Thema. Danke für die kritische Begleitung.
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@Brutus: ein Krieg gegen den Islam bedeutet doch ein Krieg gegen die Muslime. Und wenn ein westlicher Staatschef öffentlich den Islam als solchen als Feind benennt, können wir in Afghanistan einpacken, und zwar ganz schnell.
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Für ISAF ist das Video ein nationales niederländisches Thema. ISAF wird sich nicht unnötig in ein Thema einmischen, bei dem es nur verlieren kann.
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Vielen Dank. My German is far from perfect. but your blog appears to be one of the more sensible one can presently find in Germany. Soon your fellow countrymen (and countrywomen, as you would say according to gender neutral language I presume?) will recognize the true nature of this war...
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SC=South Carolina=24th MEU?
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Der Film ist keinesfalls eine pauschale Diffamierung des Islam. Wilders konzentriert sich auf das salafistische Spektrum, daß u.a. auch für die Anschläge des 11. Septembers 2001 oder die von Madrid und London verantwortlich ist. Was Wilders sagt (bzw. die Salafis selbst sagen läßt), sollte eigentlich völlig unumstrittener Konsens sein. Ich macht mir offen gesagt Angst, daß europäische Regierungen Meinungsfreiheit soweit beschränken wollen, daß selbst Kritik an der Weltanschauung Osama Bin Ladens für unrechtmäßig erklärt wird. Es wird viel über die Beschränkung von Bürgerrechten im Rahmen der Bekämpfung von Terroristen diskutiert, aber die größten Einschränkungen werden von denen gefordert (und durchgesetzt), die Terroristen durch Beschwichtigung bekämpfen wollen.
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Es ist völlig gleichgültig, was das Video wirklich zeigt. 99% der Bevölkerung Afghanistans wird weder das Video noch eine akkurate Beschreibung dessen Inhalts je zu Gesicht bekommen. Es geht jetzt nicht mehr um Vernunft, sondern um Reflexe. Ein wenig Hoffnung habe ich aber, dass die Bevölkerung Afghanistans momentan andere Sorgen hat als dänische Karikaturen und niederländische Videos.
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Ich finde Wilders Video nicht gut, da es ausschliesslich niedere Instinkte anspricht; Angst und Hass.
Aber ich finde es sehr gut, dass dieses Video veroeffentlicht werden kann und wir alle die Freiheit haben,uns zu seinem Inhalt zu aeussern. Ich finde, bevor wir uns mit der Frage beschäftigen, inwiefern der Islam fuer unsere Werte eine Bedrohung darstellt, sollten wir uns fragen, was uns die Verteidigung unserer Freiheit wert ist und dabei niemals vergessen, dass auch unsere Gesellschaften aus difusen Weltanschauungen und religioesen Vorstellungen hervorgegangen sind, die begleitet waren von Tyrannei und Knechtschaft. Die Befreiung hat unsere Vorfahren Millionen Menschenleben gekostet.
Diese Frage muss sich natuerlich jeder selbst beantworten.
Fuer mich jedenfalls hat die Freitheit des Denkens, Handelns und Redens einen ueberragenden Lebenswert, fuer den es sich lohnt, mein Leben einzusetzen! Denn jenseits von Menschenrechten und demokratischen Freiheiten, ist das Leben nicht lebenswert.
Islamische Fundamentalisten haben diese Position fuer IHRE Sache laengst belegt.
Wir muessen klar zum Ausdruck bringen, das wir unsere Gesellschaftsform auch bereit sind mit allen Mitteln zu verteidigen und uns nicht bei jeder islamischen Schelte aengstlich zurueckziehen, indem wir Freiheiten aufgeben.
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Liveleak ist eingeknickt. Über rapidshare scheint es noch zu gehen: http://rapidshare.com/files/102873205/Fitna-English.flv
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Direkt ansehen kann man den Film zur Zeit noch hier:
http://de.youtube.com/watch?
http://rutube.ru/tracks/569950.html?v=d1e2ad5a384bf52199d3c44d6af54f8f http://www.viddler.com/bran8464/videos/9/
http://video.google.de/videoplay?docid=6521979059015987458&q=fitna&total=973&start=0&num=10&so=1&type=search&plindex=0
http://rapidshare.com/files/103137122/Fitna.German.SUBBED.mkv.html
http://www.megaupload.com/?d=8VHGCKTE
http://www.simpleupload.net/download/285330/Fitna.German.SUBBED.mkv.html
http://netload.in/dateib30ee99a2e00bf0eaa9a8d5e6db85202.htm
http://www.filefactory.com/file/a259ea
http://rs73l34.rapidshare.com/files/103115638/Fitna.German.SUBBED.mkv.htm
http://www.simpleupload.net/download/285162/Fitna.German.SUBBED.mkv.
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Bisher hielt ich es nicht für nötig "Fitna" anzusehen. Nachdem das Video aber von immer mehr Seiten aufgrund brutaler Drohungen verschwindet hielt ich es für meine demokratische Pflicht es anzusehen.
Und was soll ich sagen... das Video ist harmlos. Sicher, es ist emotional, leicht übertreibend und generalisierend, aber es ist nicht verhetzend, die Argumente sind sachlich und argumentativ nachvollziehbar.
Und jetzt möchte ich wirklich kotzen: Es gibt extrem üble Hetzfilme im Netz die in keinster Weise zensiert werden. Wenn nun Fitna aufgrund von Gewaltandrohung verschwindet aber Filme wie Zeitgeist, Zi. Consp., diverse Köpfungsvideos usw. stehen bleiben, dann haben wir ein moralisch sehr grosses Problem im eigenen Lande.
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@Crass Spektakel:
Willkommen! Ich schätze Ihre Kommentare bei "Augen Geradeaus" sehr.
Die Kritik an "Fitna" sagt m.E. mehr über die Kritiker aus als über den Film.
Wer seine Religion durch das zitieren von Haßpredigern beleidigt sieht, aber nicht durch die Aussagen der Haßprediger, der sollte seine Position nocheinmal selbstkritisch hinterfragen. Genau auf diesen Zwiespalt wollte Wilders ja offenbar hinweisen.
Der durch seine Aktivitäten in Großbritannien bekanntgewordene Islamist Omar Bakri war immerhin so ehrlich zu sagen, dass große Teile von "Fitna" auch von seinem weltanschaulichen Umfeld hätten produziert werden können, so akkurat habe Wilders dessen Positionen widergegeben.
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