Libanon: Kriegsvorbereitungen der Hizbollah?
Der britische "Guardian" berichtet, dass die Hizbollah ihre Anstrengungen zum Ausbau ihrer bewaffneten Fähigkeiten deutlich verstärkt habe. Möglicherweise "tausende" Kämpfer seien in Ausbildungslager im Libanon, in Syrien und im Iran entsandt worden. In den Dörfern im Süden wären Männer im wehrfähigen Alter auffällig abwesend. Ausrüstung werde in den Süden verlegt, wo befestigte Stellungen ausgebaut würden. In Dörfern seien "Märtyrer"-Poster mit Abbildungen von Kämpfern zu sehen, die bei der Ausbildung im Iran gestorben seien. Man halte eine erneute Konfrontation mit Israel für "unausweichlich".Die Vorbereitungen würden sich nicht gegen interne Gegner im Libanon richten, sondern gegen Israel. Aus dem Libanon wird berichtet, dass die verschiedenen Fraktionen sich verstärkt Waffen beschaffen.
Bereits 2007 hatte die Hizbollah vermutlich einen höheren Bewaffnungsstand erreicht als vor den Auseinandersetzungen gegen Israel 2006. Über Vorbereitungen für eine erneute Konfrontation gegen Israel wurde 2006 ebenfalls berichtet.
Die Hizbollah könnte versuchen, ihre innenpolitische Stellung durch ein Vorgehen gegen Israel zu verbessern, was 2006 gelungen war. Auch bei Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Hamas oder bei Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran könnte die Hizbollah bewaffnet gegen Israel vorgehen.
Die Landkomponente von UNIFIL ist weitestgehend ineffektiv, was die VN selbst anerkennen. Vor einigen Tagen wurde berichtet, dass UNIFIL-Kräfte die Verfolgung einer Waffenlieferung für die Hizbollah abgebrochen hätten, nachdem Kämpfer der Hizbollah UNIFIL-Soldaten bedroht hätten.
(Bild: Kämpfer der Hizbollah)
Da die Konfrontation wohl unausweichlich ist, sollte Israel doch eher früher als später zuschlagen, damit die Hisbollah ihr Waffenarsenal nicht noch weiter auffüllt. Im nächsten Krieg wird Israel aber wohl nicht mehr mit angezogener Handbremse kämpfen. Das größte Problem, Medienberichte über tote Zivilisten ist aber nicht so leicht in den Griff zu kriegen, da müsste die israelische Armee mit eigenen Aufnahmen gegensteuern.
1982 hat die IDF die PLO im Südlibanon praktisch vernichtet, ist das mit der Hisbollah genauso möglich?
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Gut, einige Berichte / Bilder aus dem Libanon waren auch "gefaked", das weiß man heute. Allerdings bleibt hängen:
- Angriffe auf Wohnvierten in Beirut (ob berechtigt oder unberechtigt)
- Einsatz von Streumunition in den letzten Kriegstagen
- bewußte Zerstörung der Infrastruktur und der wirtschaftlichen Basis des Libanon
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