Fareed Zakaria: "The Post-American World"

Der liberale amerikanische Publizist Fareed Zakaria hat vor einigen Jahren mit "Illiberal Democracy" ein kluges Buch veröffentlicht, in dem er die Bedingungen untersucht, unter denen Demokratie tatsächlich liberale Entwicklungen fördert. Er warnte davor, Demokratie in Staaten zu fördern, in denen Voraussetzungen wie ein Mindestmaß von Bildung von wirtschaftlicher Entwicklung nicht vorhanden seien.

Er hat jetzt mit "The Post-American World" ein neues Werk veröffentlicht, in dem er auf die Konsequenzen der stärkeren Rolle Indiens und Chinas für die USA (und den Rest der Welt) eingeht. Eine Besprechung des Buches findet sich hier, ein entsprechender Aufsatz vom ihm hier.

Die USA sieht er mittelfristig in einem neuen "Kalten Krieg" mit China um globalen Einfluss. Anders als der kommunistische Ostblock sei China jedoch wirtschaftlich leistungsfähig. Um sich zu behaupten, müssten die USA leistungsfähiger bleiben als China, wissenschaftliche und technische Bildung ausbauen, Subventionen für nicht leistungsfähige Unternehmen abbauen, die Einwanderung fähiger Menschen fördern und Allianzen stärken statt kostspielige Interventionen durchzuführen. Eine interessante Ergänzung durch laufenden deutschen Diskussion um sicherheitspolitische Strategien.

 
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