Afghanistan: Fortschritte im Osten

Die positiven Trends im Bereich des "Regional Command East", wo vor allem amerikanische Kräfte eingesetzt sind, halten an.

Im ersten Quartal 2008
ging die Zahl der Feuerüberfälle und Hinterhalte der Aufständischen vom 50% zurück, während Angriffe mit IED konstant blieben. Das deutet auf reduzierte Fähigkeiten der Aufständischen hin. Zuvor war gemeldet worden, dass die Aufständischen im Osten (wie im Rest des Landes auch) mangels Fähigkeiten zunehmend auf "weiche" Ziele ausweichen würden. Aufgrund der verbesserten Situation im Osten kann ein Teil der amerikanischen Kräfte vielleicht durch französische Kräfte abgelöst und in den Süden verlegt werden.

Entgegen der in Deutschland verbreiteten Ansicht gehen die USA im Osten nicht nur kinetisch vor, sondern verbinden zunehmend erfolgreich kinetische und nichtkinetische Ansätze. Die FAZ beschreibt in diesem Zusammenhang amerikanische Aktivitäten in der Provinz Kunar. Man stärke
dort durch eine Mischung aus militärisch abgesichertem Aufbau und militärischer Bekämpfung der Aufständischen gezielt lokale Führer, die sich gegen die Aufständischen stellen. Es sei insgesamt gelungen, die Fähigkeiten der Aufständischen abzunutzen, die Autorität der Regierung auszuweiten und den Opiumanbau "fast auf Null" zu reduzieren. Die Bevölkerung kooperiere zunehmend mit Regierung und amerikanischen Kräften und melde z.B. die Aktivitäten Aufständischer, die in Folge dessen gezielt bekämpft werden können.

Die Entwicklung im Osten bestätigt unsere Argumentation bzgl. Afghanistan. Ein Erfolg in Afghanistan setzt militärische Präsenz in der Fläche, Bekämpfung der Aufständischen zu deren dauerhafter Verdrängung aus Räumen, materielle Unterstützung kooperativer Führer und Bevölkerungsteile und den Aufbau afghanischer Sicherheitskräfte voraus.
(Bild: Amerikanische Armee beim Vorgehen gegen irreguläre Kräfte im Osten Afghanistans, Quelle: US DOD)

 
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