Horn von Afrika: Piraten greifen erneut deutsche Interessen an
Somalische Piraten gefährden deutsche Interessen zunehmend direkt und haben nach einem Angriff auf ein deutsches Handelsschiff nun
auch deutsche Staatsbürger als Geiseln genommen.Piraten am Horn von Afrika greifen deutsche Interessen bereits seit längerem indirekt an, indem sie Risiken für den Welthandel schaffen, welche die Kosten des Handels erhöhen und somit Deutschlands exportorientierter Volkswirtschaft schaden.
Vor diesem Hintergrund ist ein Vorgehen gegen somalische Piraten unter deutscher Beteiligung politisch sinnvoll. Eine sichtbare deutsche Beteiligung ist schon deshalb erforderlich, weil ansonsten weltweit der Eindruck entstehen könnte, deutsche Interessen seien "leichte" Ziele. Die Tatsache, dass die Piraten kaum über die Fähigkeiten verfügen, als Reaktion auf ein deutsches Vorgehen zu eskalieren, macht sie als Ziel umso geeigneter. Wie ein politisches Signal an Piraten aussehen könnte, hatte die französische Regierung vor einigen Monaten gezeigt.
Nationales und internationales Recht erlauben die Bekämpfung der Piraten. Woran es fehlt, ist nur politischer Willen. Es bleibt zu hoffen, dass nicht noch mehr Angriffe auf Deutsche erfolgen müssen, bevor die Politik ihren Auftrag zum Schutz deutscher Interessen ernst nimmt und handelt.
(Bild: Fregatte Niedersachsen, Quelle: Bundeswehr)
Die Geiseln sollen wohl landseitig verschleppt worden sein, was die Sache (für die Bundeswehr) deutlich verkompliziert. Eigentlich ist dies nun ein Einsatz der KSK oder - besser - der GSG9.
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Die GSG9 hat damit nichts zu tun. Das KSK wurde ja gerade deshalb eingerichtet, weil die GSG9 eben nicht für Einsätze im Ausland eingesetzt werden darf. Mogadischu war ja nur eine aus der Not geborene Ausnahme.
Außerdem wurden ja beide Einheiten vom selben Verband (SAS) maßgeblich mit ausgebildet, also sollte das KSK mindestens genauso, wenn nicht sogar besser geeignet für diesen Auftrag sein.
Aber soweit wird es sowieso nicht kommen, wir ( = unsere rückratlosen Politiker ) werden entweder Lösegeld bezahlen, oder die Geiseln dort verrotten lassen.
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Soweit mir bekannt kann die GSG9 im Ausland eingesetzt werden, und dies sicher (da Polizeieinheit) einfacher als die KSK.
http://www.bundespolizei.de/cln_043/nn_249932/DE/Home/03__Organisation/1Bundespolizeipraesidium/GSG9/__gsg9__anmod.html
Man stelle sich vor, die KSK (also: Bundeswehr) würde im Einsatz deutsche Bürger (z.B. bei einer Geiselbefreiung) verletzen oder töten.
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