Bundeswehr: "Empfinden einer Minderausstattung"
Die Bundeswehr sieht sich im Einsatz einigen Problemen gegenüber. Die "Einheitlichkeit des Anzugs" dürfte aus Sicht der Masse der Soldaten nicht dazu gehören. Anders sieht es der Befehlshaber des Heeresführungskommandos, der offenbar noch nicht aus direkter Nähe mit afghanischem Staub oder kongolesischer Regenzeit konfrontiert war. Er problematisiert das mutmaßlich zu "individuelle Auftreten" von Soldaten, die ihre Ausrüstung zweckmäßig und den Einsatzerfordernissen entsprechend ergänzen.
Seine Aussage über das angeblich "aus Unkenntnis abgeleitete Empfinden einer Minderausstattung" dürfte für jeden Soldaten, der im Auslandseinsatz diente, wie Hohn klingen. Der Befehlshaber befindet sich mit seinen Positionen in guter Gemeinschaft mit einem Verteidigungsminister, dessen Auftreten gegenüber kritischen Fragen von Soldaten im Auslandseinsatz bzgl. Ausrüstungsfragen notorisch ist ("...damals bin ich mit ganz anderen Stiefeln marschiert..."). Man erzähle dies einem Infanteristen, der z.B. mangels dienstlich gelieferter Knie- und Ellbogenschützer wertvolle Sekundenbruchteile verliert, wenn er ohne Verletzungen in Stellung gehen will.
Im Einsatz stellt man immer wieder fest, dass Soldaten von ganz alleine zweckmäßige Lösungen finden und Probleme mit Improvisationsvermögen lösen, bis die deutsche Bürokratie davon erfährt. Das jüngste Beispiel von aus Lärmschutzgründen verbotenen Alarmsirenen in einem Feldlager in Afghanistan ist nur die Spitze des Eisbergs, was den immer offener zu Tage tretenden Gegensatz zwischen der Realität im Einsatz und den Vorstellungen einer jenseits dieser Wirklichkeit existierenden Verwaltung und Bürokratie angeht.
Seine Aussage über das angeblich "aus Unkenntnis abgeleitete Empfinden einer Minderausstattung" dürfte für jeden Soldaten, der im Auslandseinsatz diente, wie Hohn klingen. Der Befehlshaber befindet sich mit seinen Positionen in guter Gemeinschaft mit einem Verteidigungsminister, dessen Auftreten gegenüber kritischen Fragen von Soldaten im Auslandseinsatz bzgl. Ausrüstungsfragen notorisch ist ("...damals bin ich mit ganz anderen Stiefeln marschiert..."). Man erzähle dies einem Infanteristen, der z.B. mangels dienstlich gelieferter Knie- und Ellbogenschützer wertvolle Sekundenbruchteile verliert, wenn er ohne Verletzungen in Stellung gehen will.
Im Einsatz stellt man immer wieder fest, dass Soldaten von ganz alleine zweckmäßige Lösungen finden und Probleme mit Improvisationsvermögen lösen, bis die deutsche Bürokratie davon erfährt. Das jüngste Beispiel von aus Lärmschutzgründen verbotenen Alarmsirenen in einem Feldlager in Afghanistan ist nur die Spitze des Eisbergs, was den immer offener zu Tage tretenden Gegensatz zwischen der Realität im Einsatz und den Vorstellungen einer jenseits dieser Wirklichkeit existierenden Verwaltung und Bürokratie angeht.
Aus dem FAZ-Artikel:
"Privat beschaffte Bekleidung und Ausrüstung, die nicht zertifiziert wurde wie Dienstbekleidung, könne für Soldaten eine potentielle Gefährdung darstellen, ..."
Die Bundeswehr ist eben ein Unternehmen, und für dies gelten auch im Einsatz die UVV - Unfallverhütungsvorschriften (bitte den "Sicherheitsbeauftragten" nicht mit dem Wachhabenden verwechseln).
Besser vorschriftsmäßig erfrorene Finger, als privat beschaffte Handschuhe! :)
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Das erinnert mich an diese albernen, dienstlich-gelieferten froschgrünen "Kampfhandschuhe". Da war der Daumen so lang, dass man keine Waffe bedienen konnte. Sowas muss im Einsatz doch lebensgefährlich sein.
Aus "Unkenntnis" haben wir dann damals alle diese hübschen Leder-Handschuhe angezogen. Für General Otto müssen wir wie eine "marodierende Bande" ausgesehen haben..
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Leider kann man die A-10 nicht im BW-Shop kaufen:
http://blog.wired.com/defense/2008/07/httpwwwmoodyafm.html
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Der Nachteil an kleinflammigen Konflikten wie in Afghanistan ist der, daß man solche Offiziere nicht zum Realitätsabgleich an die Front schicken kann. Es gibt ja keine...
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Den Anhang des Kommandeurbriefs gibt es bei Geopowers: http://geopowers.com/Machte/Deutschland/Rustung/Rustung_2008/Ausstattungsm_ngel.pdf
Die Spalte "Realisierung" ist besonders traurig, alle geforderten Ausrüstungsgegenstände sind bereits vorhanden und haben sich bei unseren Verbündeten (oder auch bei uns, allerdings privat beschafft) im Einsatz bewährt, die Einführung bei der Bundeswehr dauert allerdings noch Jahre. Ein paar qualitativ sehr gute Knie- und Ellbogenprotektoren kostet im Fachhandel gerade einmal 40 Euro, die Beschaffung ist allerdings erst ab 2012 möglich...
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